Jan
9

Mit Udo Jürgens auf Tour

Ich glaub es war Juli im Jahre 2006 kurz vor dem Sommer Urlaub als mein Kollege und ich unserem Geschäftsleiter gegenüberstanden und uns sagen ließen, dass der versprochene Vertrag bei der Klavierfirma Schimmel doch nicht verlängert werden konnte. Die Nachricht kam damals extrem unvorbereitet, jedoch genauso unvorbereitet wie das darauf folgende Angebot als Konzertstimmer für Udo Jürgens bei seiner Herbst Tournee zu arbeiten.

Als ich völlig neben mir und verdutzt überlegte wer noch mal Udo Jürgens war, sagte ich spontan einfach zu.

UdoDamals wusste ich noch nicht auf was ich mich da einlasse, genauso wenig, dass mich eine echt prägende Zeit erwartete. Je näher der die Tournee anrückte desto mehr stieg meine Angst und die Gebete, dass Udo Jürgens sich vor seiner Tournee doch noch das Bein Bricht oder so was… (kein Scherz)

Rückblickend kann ich sagen, die Zeit mit Udo war sicher nicht immer einfach und manchmal nervenaufreibend dadurch dass wir als Team in jeder Stadt mit anderen Hilfskräften zusammenzuarbeiten hatten.

Es war aber auch eine Zeit in der ich mein Vertrauen in Gott stärken durfte, denn was ich als unmöglich angesehen hab, hat Gott möglich gemacht. Für was ich eigentlich unqualifiziert war, hat Gott mich vorbereitet. Und dass, das Team und  Udo Jürgens echt zufrieden mit mir war, lag daran, dass Gott im Vorfällt viele Dinge vorbereitet hatte.  

Nein, Udo Jürgens ist jetzt (so weit ich weis) noch nicht bekehrt aber ich durfte mit anderen im Team, gute Gespräche über den Glauben an Jesus Christus führen.

Weil ich seine Lieder so oft in kurzer Zeit hören oder ertragen durfte, hab ich damals angefangen seine Texte zu analysieren und damit versucht ihn selbst zu verstehen. Und eins wurde mir dabei deutlich - Vor dem Publikum steht eigentlich ein einsamer Mann der auf der Suche nach mehr als nur Beifall und Verehrung ist. In seinem Lied „Die Sehnsucht bleibt“ heißt es: du vergisst was du vermisst, dir fehlt nichts, dich quält nichts, du denkst nur oft, dass kann nicht – alles sein, die Sehnsucht bleibt. Und ich denke im Grunde braucht selbst so ein gestandener Mann wie Udo Jürgens jemanden der diese Sehnsucht nach mehr füllen kann und das tut Jesus Christus indem er in unser einsames Leben einkehrt. Schade, dass ich mir damals nicht getraut habe, ihm das so ins Gesicht zu sagen aber wer weis, vielleicht ergibt sich ja noch mal die Möglichkeit. Auf jeden Fall, danke ich Gott für das was Er getan hat und weiterhin tun wird.

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Jan
9

Neues aus der Bibelschule

Achte bei deinen Entscheidungen nicht darauf, ob das ganze möglich ist, sondern darauf ob es das Richtige ist, dann wird Gott dafür sorgen, dass es Möglich wird.
Peter Reid (Mitarbeiter der Fackelträger aus Amerika) gab mir den Satz vor ½ Jahr während eines Praktikums am Bodensee mit auf den Weg zur Bibelschule.
Und dieser Satz begleitet mich bis heute.

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Wenn mich jemand vor einem Jahr auf    die Bibelschule Brake ansprechen würde, dann würde ich wahrscheinlich sagen: „Unmöglich, hätte ich gar keine Lust zu.“ Wenn mich jemand heute fragen würde, ob es das Richtig war in die Bibelschule zu gehen, dann will ich mir sicher sein, ja, das war es. Je länger ich im Bibelstudium verbleibe, desto mehr wird mir das große Privileg bewusst sein, vollzeitig unter dem Wort Gottes stehen zu dürfen und dafür sogar vom Staat unterstützt zu werden.

Das Internatsleben ist oft eine Herausforderung im Umgang miteinander aber es ist eine gute Möglichkeit seinen eigenen Charakter mit all den Macken zu schleifen und zu lernen einander anzunehmen so wie man ist.
Ab Anfang Februar nehme ich bei einer ½ Jährigen, intensiven Evangelisationsschulung hier in Lemgo in der Andreasgemeinde teil, worauf ich schon echt gespannt bin.

Was ich hier immer mehr wertschätze ist das gemeinsame Gebetstreffen mit uns Wolfsburgern. Wir treffen uns jeden Dienstag um konkret für Gemeindeanliegen zu beten. Ich bin mir überzeugt, dass es nichts Besseres gibt was wir für unseren Nächsten tun können als für ihn zu beten. Deshalb bin für jeden dankbar, der im Gebet an uns Bibelschüler denkt.

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